Projekte

Laufende Projekte des IGZA

1. Integrierte Darstellung von Arbeit, Technik, Wissenschaft, Kommunikation und Herrschaft in Zeittafeln

Das grundlegende Wissen zur Geschichte der Arbeit wird in der Öffentlichkeit nur sehr unzureichend vermittelt. Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung eines Grundverständnisses für die Epochen und Triebkräfte in der Geschichte der Arbeit zu fördern. Erarbeitet wird eine anschauliche, ansprechende und zum weiteren Fragen und Forschungen anregende Form der Darstellung des Wandels der Arbeitswelt von der Frühgeschichte bis zur Zukunft – zum einen in Form eines innovativen, interaktiven Online-Moduls, das auf der Website zur Verfügung gestellt wird, zum anderen in analoger Form zur Verwendung in Ausstellungen und der Bildungsarbeit. Mehr erfahren

2. Große Trends: Historische und aktuelle Entwicklung von Arbeitszeit, Produktivität und BIP und ihre sektorale Differenzierung

Zentral für die Diskussion über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft sind Kenntnis und Verständnis der großen Trends von Produktivität, Arbeitszeit und Arbeitsteilung. Das IGZA widmet sich diesen Dimensionen der Entwicklung von Arbeit in historischer Perspektive, um informierte Hypothesen zur Zukunft der Arbeit zu gewinnen: Wird sich in der Zukunft die Geschichte der Humanisierung von Arbeit auf Basis progressiver Produktivitätsentwicklung fortschreiben? Welche Potentiale für die Gestaltung von Arbeitszeit entstehen auf der Basis der materiellen Entwicklung der Ökonomie? Mit diesen Fragen zielt das Projekt auf die Vermessung der Möglichkeiten aktueller Arbeitszeit- und Arbeitsprozessgestaltung. Mehr erfahren

3. Geschichte der Automatisierung und ihre Beschäftigungswirkungen

Der Einsatz von Maschinen, Fließbändern, Computern und Robotern ist immer mit neuen Arbeitsinhalten, Arbeitsstrukturen und der Substitution von Arbeitsplätzen durch Technologie verbunden. Gleichzeitig hat die Technisierung des Arbeitsprozess in der Industrie historisch auch zur inhaltlichen und ökonomischen Aufwertung von Arbeit beigetragen. Das IGZA erforscht die historische Entwicklung der Automatisierung und ihrer Wirkungen exemplarisch am Beispiel des Fließbandes in der Autoindustrie von Ford River Rouge 1923, über die Produktion des VW-Käfers in Wolfsburg bis zu den Lean Production Programmen und dem Robotereinsatz in der Gegenwart. Fokussiert dabei insbesondere auf die Kontinuitäten und Brüche in der Automationsentwicklung, um die Chancen und Risiken des Technikeinsatzes im Arbeitsprozess systematisch beschreiben zu können. Mehr erfahren

4. Lebensarbeitszeit und Sozialstaat 4.0: Erwartungen an und Realitäten von Erwerbsarbeit in den Lebensphasen

Der Wandel der Arbeitswelt wird häufig als Naturgewalt verstanden, der sich Erwerbstätige wie auch Wohlfahrtsstaat notgedrungen anzupassen haben. Das IGZA fragt dagegen nach den Prioritäten, Wünschen und Träumen arbeitender Menschen, um auf der Basis empirischer Befunde, den Wandel von Arbeit und sozialer Sicherung gestaltbar zu machen. Das Projekt fokussiert insbesondere auf systematische Mismatches von Arbeits- und Lebenszeit. Es wird einerseits nach den spezifischen Konfliktlinien im Lebensverlauf gefragt. Andererseits werden mögliche Konsequenzen für die Zukunft von Arbeit 4.0, Sozialstaats 4.0 und Lebensarbeitszeitmodellen erforscht. Mehr erfahren

5. Arbeitsorganisation, Empowerment und Partizipation in der digitalen Arbeitswelt

Fördert oder verhindert die Digitalisierung der Produktions-, der Wissens- und der Servicearbeit Kompetenzentwicklung, Autonomie und Partizipation der Beschäftigten? Welche Formen von Betriebs- und Unternehmensorganisation haben in der digitalen Welt eine Zukunft? Wie eng beziehungswese weit sind die Gestaltungsspielräume, wie groß die demokratischen Potentiale agiler Arbeit und neuerer, wie auch klassischer mittelständischer Unternehmensformen? Diesen Fragen geht das IGZA mittels komparativer Unternehmensfallstudien in der deutschen Startupszene nach. Mehr erfahren

6. Künstliche Intelligenz, Maschinenlernen, Assistenzsysteme, Mensch-Maschine- und Mensch-Roboter-Kooperation – Gefahren und Gestaltungsmöglichkeiten

Seit der industriellen Revolution und der Verbreitung der kapitalistischen Produktionsweise hat sich das Verhältnis von Mensch und Arbeitsmittel wie es in der handwerklichen Produktion vorherrschte, fundamental verändert. Die Maschine, heute Computer und Roboter, morgen smarte Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz sind fantastische Arbeitsinstrumente und für viele Arbeitende gleichzeitig oft fremd und bedrohlich. Droht uns eine Herrschaft der „KI“, wie sie etwa Apologeten der „Singularität“ beschwören? Oder können die Menschen ihre Selbstbestimmung in der Fabrik, in der Entwicklung, im Vertrieb und in der Arbeit 4.0 im Allgemeinen erhalten oder wiedergewinnen? Diesen Fragen wird sich das IGZA in einer interdisziplinären Forschungsgruppe widmen. Mehr Information

7. Statistisches Handbuch

Das statistische Wissen um die historischen Entwicklung und die Gegenwart der Arbeit ist weit verstreut. Das IGZA gibt jährlich ein statistisches Handbuch heraus, in dem quantitative Befunde zu aktuellen Fragen der Entwicklung von Arbeit, auf Basis eigener Berechnungen dargestellt werden. Das Handbuch wird als Print sowie auf der Website zur Verfügung gestellt, wo laufend Aktualisierungen des Materials erfolgen. Mehr erfahren